Endlich ist der eigene Online Shop fertig. Doch irgendwie kommen keine Besucher. Was läuft hier denn falsch?

Die Ausgangssituation

Der Online Handel in Deutschland floriert, der Umsatz wuchs innerhalb der letzten 20 Jahren von gut 1 Millionen Euro im Jahr 1999 auf 53,3 Millionen Euro in 2018. (Quelle) Dies hat wohl mehrere Gründe.

Mittlerweile ist die Konkurrenz allerdings so hoch, dass kein neuer Online Shop sofort mit Bestellungen überschüttet wird. Die Besucher und Kunden müssen erst einmal auf den Online Shop aufmerksam werden.

 

Diese kostenlosen Möglichkeiten für mehr Besucher gibt es

Organischer Traffic (SEO): Der Shop steht in den Suchmaschinen (Google & Co.) auf der ersten Seite. Hier fallen dann keine Gebühren für Klicks mehr an.

Referral Traffic: Durch Links auf anderen Webseiten kommen Besucher auf deine Webseite. Hier fallen (meist) keine Gebühren an. Jedoch kann man die Webseitenbetreiber mit einem gewissen Prozentsatz an deinem Umsatz beteiligen, so wird es für sie interessanter, auf den Shop zu verlinken.

Social Traffic: Die Besucher kommen über eine Empfehlung einer Person zu dem Shop. Diese Empfehlung ist kostenlos, jedoch bei einem neuen Shop auch sehr selten.

Direkter Traffic: Die Besucher kommen auf den Shop, weil sie die URL irgendwo gelesen haben. Beispielsweise im Footer einer Mail oder auf einer Visitenkarte.

 

Diese kostenpflichtigen Möglichkeiten für mehr Besucher gibt es

Bezahlter Traffic aus Suchmaschinen: Durch bezahlte Werbung in den Suchmaschinen kommen Besucher auf den Shop. Hier fallen pro Klick Gebühren an.

Bezahlter Traffic in den Socialen Kanälen: Durch bezahlte Werbung bei Facebook & Co. kommen Besucher auf den Shop. Auch hier fallen Gebühren an. Meist pro Einblendung.

(bezahlter) Newsletter Traffic: Besucher, die durch einen Newsletter auf den Shop aufmerksam geworden sind. Dies muss nicht der eigene Newsletter sein! Gerade am Anfang empfiehlt es sich, bestehende Online Shop zu finden, die ein nicht konkurrierendes Produkt verkaufen.

 

Welche dieser Möglichkeiten passen zu welchem Shop?

Je nachdem, welche Produkte verkauft oder welche Klientel angesprochen werden, passen verschiedene Kanäle besser.

Hier zwei Beispiele

Ein Shop für ausgefallene Kleidung kann gut über bezahlter Social Traffic neue Besucher generieren. Hier wird verschiedenen Besuchern der Socialmedia-Portalen die Werbung des Online Shops angezeigt. Dabei muss die Anzeige mit Bild und Wort begeistern. Da die Nutzer nicht nach dem Produkt suchen, ist es ziemlich schwer hier mit „normalen“ Produkten aufzufallen.

Für einen B2B Online Shop passt der bezahlte Traffic aus Suchmaschinen. Nachdem man bei der bezahlten Werbung genau voreinstellen kann, welche Suchbegriffe eingegeben werden sollen, kann man aus einem relativ kleinen Suchvolumen ein Maximum an Kaufinteressenten gewinnen. Das Feintuning eines solchen Verkaufskanals sollte man aber einem Fachmann überlassen, da man sonst sehr schnell viel Geld über unnötige Werbung ausgibt.

Gerade organischer Traffic ist interessant

Für kleine Online Shops, die meist eine dünne Finanzdecke haben, ist jeder Besucher und Kunde, der über kostenlose Kanäle zum Online Shop kommt, bares Geld wert. Deshalb sollte man sich gerade am Anfang über Suchmaschinenoptimierung und die Generierung von organischem Traffic Gedanken machen. Gerade wenn der Shop noch nicht wirklich läuft, hat man meist einiges an Zeit dafür.

 

Organischer Traffic auf Artikelebene

Organische Traffic kann man mit verschiedenen Mitteln erreichen. Die interessanteste Möglichkeit ist wohl, dass der Käufer genau nach dem Artikel sucht, dass man selbst anbietet. Hier sollte der Online Shop möglichst weit oben stehen. Dies ist durch eine genaue Artikelbeschreibung möglich.

Organischer Traffic auf Kategorieebene

Eine Kategorie bildet einen Zusammenschluss verschiedener Artikel dar. Auch wenn hier ein Besucher landet, findet er meist das Passende. Um mit der Kategorie besser in den Suchmaschinen gefunden zu werden, braucht es einiges an Aufwand und Wissen.

Organischer Traffic aus passenden Fragen oder Todo’s

Hier sucht der Interessent nach einem Problem oder einer Aufgabe, die er erledigen möchte. Beispielsweise „Reifen wechseln“. Diese Anfrage hat zu allererst nichts mit einem Verkauf zu tun. Doch ist sie für verschiedene Branchen trotzdem interessant. Beispielsweise könnte ein Online Shop für Reifen nun genau beschreiben, wie man einen Reifen wechselt und dabei noch auf das Sortiment aufmerksam machen. Bei einem Corporate Blog gibt es noch einiges zu beachten.

 

Fazit

Auch wenn ein Online Shop noch keine Besucher hat, gibt es viel zu tun. Denn diese Besucher bekommt man nicht umsonst. Entweder es kostet einiges an Geld oder noch mehr an Zeit. Doch es funktioniert! Mit genügend Durchhaltevermögen kann man fast jeden Online Shop zum Laufen bringen.